Günter Grass-Haus

Projektleitung: Michael Bormann, Petra Woppowa

Die Bedeutung des Günter Grass-Hauses reicht weit über Lübeck hinaus.

 

Die Entstehungsgeschichte begann 1995 mit dem Entschluss des Autors, sein Sekretariat von Berlin nach Lübeck zu verlegen.

Seine örtliche Präsenz und die Ausstrahlung seines künstlerischen Schaffens erweckten bei vielen Lübecker Bürgerinnen und Bürgern den Wunsch nach einer Einrichtung, in der an einem von Günter Grass gewähltem Ort eine intensive Betrachtung und Auseinandersetzung mit seiner Arbeit möglich ist.

 

Nach den Planungsvorbereitungen und einer nur siebenmonatigen Bauzeit und mit großzügiger Unterstützung des Bundes, des Landes, der EU und der Possehl-Stiftung zu Lübeck konnte rechtzeitig zum 75. Geburtstag des Nobelpreisträgers im Oktober 2002 das Haus eröffnet werden.

Ein überwiegender Anteil der Lübecker Altstadt ist Weltkulturerbe.

Die noch vielerorts intakte Struktur aus kleinteiliger Wohn- und Gewerbenutzung zeigt sich auch im unmittelbaren Umfeld des neugeschaffenen Günter Grass-Hauses in der Glockengießerstraße.

Wenn auch nicht unerwartet, zeigt sich doch in beeindruckender Weise, dass ein hochwertiges Kunstprojekt wie das Günter Grass-Haus in das Quartier gehören kann; - wenngleich auch viele Besucher:innen zu begrüßen sind: eine Aufwertung des Quartiers war es allemal.

 

Die Herrichtung eines Innenhofs der Grundstücke Nr. 19 und 21 zu einem Skulpturenhof bot sich außerdem an und wird insbesondere in der warmen Jahresszeit intensiv genutzt (Büro TGP, Lübeck): entstanden ist ein mit Freude und Besinnlichkeit wahrnehmbar neuer öffentlicher Raum.